Mekongaktivisten

„Hellooo Mister…!”, „How are you?”, „What‘s your name…?”, die Schüler der Rachaprajanukroh School in Chiang Saen haben Spaß mit dem fremden Gast aus Europa. Ich sitze ja mitten unter ihnen in einer überdachten Schulhoflaube und warte auf „Acharn“ (= Gelehrter) Miti Yaprasit. Seinen Namen haben mir bereits mehrere Leute in Chiang Saen und Umgebung genannt – in Zusammenhang mit Rettungsprojekten für den Mekong natürlich. Neben seiner Lehrerbeschäftigung ist Acharn Miti lokaler Leiter des „Community Organizations Development Institute (Public Organization)“ in Chiang Saen und in zwei weiteren Projektgruppen „Geschichte“ und „Naturschutz“, auch in Chiang Saen, tätig. „Mekongaktivisten“ weiterlesen

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Vom Mekong und der Chinesischen Mauer

Verletzlicher Riese - der Mekong bei Chiang Saen

Ich tu mir schwer für diese Geschichte einen Anfang zu finden. Meine ersten „Tourismus und Wasser“ – Recherchen am großen Fluss haben in kürzester Zeit eine Dimension erreicht, die ich nicht vorherzusehen wagte. Die vielen Eindrücke und Informationen der ersten paar Tage am Mekong haben sich wie eine Million Ameisen in meinem Gehirn breit gemacht. Anders ausgedrückt: Zwischen meinen Synapsen herrscht nun ein Blitzgewitter wie während des tropischen Sturms vorgestern Abend. Der Fluss hat mich mit seinen Anliegen überschwemmt. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass ich den Mekong in Laos selbst als Tourist bereiste. Die Größe der Probleme um seine ruhigen Wasser war mir damals aber kaum bewusst. Was kann man dieser gewaltigen Menge Wasser schon anhaben, dachte ich mir immer. Eine grobe Fehleinschätzung, wie ich nun ernüchtert erkennen muss.
Doch zurück zu meinen Recherchen:

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1000 Kilometer

Justin ist ein echter Reiseprofi
Justin ist ein echter Reiseprofi

„Warum halten wir schon wieder?”, wundert sich mein Sitznachbar Justin, „oder sind wir schon da…?“ Das wäre echt super, wir sind vor nicht mal 20 Minuten vom Bahnhof Hua Lampong in Bangkok abgefahren. Justin und ich haben das gleiche vorläufige Ziel: Chiang Mai in Nordthailand, nur, dass ich dann noch einen halben Tag länger mit dem Bus unterwegs sein werde. Mein Endziel ist Chiang Saen am Mekong. Draußen wirds gerade finster und wenn wir morgen in Chiang Mai ankommen, ist es schon Frühstückszeit. „15 Stunden, eine ganze Nacht…“, sage ich zu Justin, „…dann sind wir da!“ 750 Kilometer sind es bis in die alte Königsstadt im Norden. „1000 Kilometer“ weiterlesen

Rettet die Straße

Man hört immer „Rettet den Wald!”, „Rettet die Natur!“, „Rettet den Fluss!“. So soll es auch sein. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die Straße einer unserer wichtigsten Lebensräume ist. Vom Metropolen-Boulevard bis in die Kleinstadtgasse leben die meisten Menschen in eng gebauten Häusergalerien. Vorne draußen herrscht Parkplatzmangel, Lärm und Gestank. Ganz einfach ausgedrückt: Unbehaglichkeit. So wie die Bewohner der Asphaltzeilen in Unzufriedenheit schwelgen, fühlen sich auch Touristen in dieser gesichtslosen Umgebung selten wohl. Thailand ist da nicht anders als Europa. Tja, wir sind selber schuld. Wir lassen unsere Städte (un)bewusst sterben.

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Der Elefantendoktor

Ein Elefant frisst täglich ungefähr 10% seines Eigengewichtes. Bei einem ausgewachsenen Tier können das über 300 Kilogramm pflanzlicher Nahrung sein! Ich müsste 8,5 Kilo Nusskuchen, Pizza und Salat verdrücken, um da mithalten zu können.

Der Elefantendoktor
Der Elefantendoktor

„Wir dürfen ihnen aber nicht jede Grasart füttern. Elefanten sind sehr wählerisch und auch die Nährstoffe müssen ausgewogen sein“, sagt Dr. Samart Prasitphon, ein ausgebildeter Tierarzt. Er begann seine Arbeit mit den klugen Dickhäutern in Surin, Thailands traditioneller „Elefantenhauptstadt“ im Nordosten des Landes. Dort war er im Department for Livestock Development beschäftigt, einer staatlichen Institution, die auch Tierhospitäler unterhält. Nach ein paar Jahren ging Dr. Prasitphon nach Westthailand, wo man bereits über eine Anlage für gestrandete Elefanten in der Provinz Kanchanaburi diskutierte. Vorbild waren und sind ein Projekt in Surin und das Elefantenkrankenhaus Lampang in Nordthailand. Nach seiner Ankunft kümmerte sich der Tierarzt zuerst einmal um die Elefanten in den zahlreichen Elephants & Rafting Camps der touristisch gut erschlossenen Provinz Kanchanaburi. Als Angestellter beim Department for Livestock Development sah er die Notwendigkeit einer besser zu koordienierenden medizinischen Versorgung der lokalen Arbeitselefanten.

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Freie Wildbahn im Tempel

(English Version „Temple Tigers“ just below this German blog)

Endlich bin ich der Stadt entflohen. 130 Kilometer weit weg von Bangkok ist das Leben ganz anders; beschaulicher und ohne Abgasqualm von Millionen Autos. Herrlich! Ich habe mir ein paar Tage Zeit genommen für meine Tochter, und um meine bevorstehende Mekongreise weiter im Detail zu planen. Mehr als 10 Jahre meines Lebens habe ich hier in der Provinz Kanchanaburi am River Kwai verbracht. Ich kann die Umgebung genießen, habe keinen Stress mit Sightseeing, kein Theater mit lauten Nachbarn im Gästehaus. Rund um die 50000-Einwohner-Stadt kenne ich fast alle Sehenswürdigkeiten: die Brücke am Kwai, Museen, Tempel, einsame Höhlen, Wasserfälle, Naturparks. Kanchanaburi hat viel zu bieten für ihre Touristen.

Mekong map

Aber da ist noch dieser „Tiger-Tempel“; den habe ich in all den Jahren nicht besucht. Mönche haben dort vor fast einer Dekade damit begonnen, sich um Tiger zu kümmern, deren Muttertiere angeblich von Wilderern erschossen wurden. Lobenswert, wenn es wahr ist…

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