„Sie erschrecken die Tiere!“

Herr Madesh ist wohl das, was man eine kritische Stimme im Tourismus nennen würde. „Es ist nicht gut, dass Touristen kommen”, sagt er. „Sie verursachen Probleme. Sie erschrecken die Tiere und indigenen Menschen. Stadtleute bringen schlechte Angewohnheiten – trinken, rauchen, Autos und Müll.“ Aber Herr Madeshs Stimme wird kaum gehört. Denn die Ansichten, die am Ende zählen, sind selten die von Menschen wie ihm.

Herr Madesh ist Angehöriger eines indigenen Volkes in Indien und sein angestammtes Land wurde zu einem Schutzgebiet für Flora und Fauna erklärt. Ihm und seinem Volk drohte lange Jahre die illegale Vertreibung von ihrem Land im Namen des Naturschutzes. Wie unzählige andere Indigene noch heute, zitterte er jahrelang um sein Zukunft und die seines Volkes.

Baiga-Frau im Kanha-Tigerreservat. Angehörige der Baiga wurden 2014 aus dem Reservat vertrieben. (Foto: Survival International, 2013)
Baiga-Frau im Kanha-Tigerreservat. Angehörige der Baiga wurden 2014 aus dem Reservat vertrieben. (Foto: Survival International, 2013)

Obwohl sie Jahrhunderte mit Tigern und anderen Tieren koexistiert haben, werden Indiens indigene Völker im Namen des Naturschutzes verfolgt, vertrieben und teilweise sogar getötet. Denn die Annahme vieler PolitikerInnen und NaturschützerInnen ist, dass der Tiger nur in Schutzgebieten überleben kann, die einer unbewohnten Wildnis gleichen und – mit einer Ausnahme – frei von menschlicher Aktivität sind.

Um diese künstliche „unberührte Wildnis“ zu schaffen, werden Angehörige indigener Völker vertrieben und so dazu gezwungen, ihr angestammtes Land zu verlassen, auf dem sie seit Menschengedenken nachhaltig gelebt haben. Stattdessen enden sie in Armut und ausgegrenzt an den Rändern der indischen Gesellschaft. „Wir waren Könige des Dschungels, aber hier behandeln sie uns wie Hunde“, bringt es ein Baiga-Mann nach seiner Vertreibung aus dem Kanha-Schutzgebiet auf den Punkt.

Nur TouristInnen geduldet
Die eine Ausnahme des menschlichen Kontakts, die die Behörden in der neuen „Wildnis“ dulden oder sogar aktiv fördern, ist Tourismus. Er wird weit weniger kritisch gesehen. Während die indigenen BewohnerInnen nicht geduldet werden, können wohlhabende TouristInnen aus den Städten Indiens und der ganzen Welt in Busladungen in die Regionen kommen und auf Foto-Safari in den Schutzgebieten gehen. Sie bringen Lärm an die Orte, die eigentlich geschützt werden sollen; gewöhnen die Tiger an Menschen (und machen sie damit angreifbarer für Wilderer); und wenn sie gehen, bleiben Unterkünfte, Straßen und Müll zurück, mit all ihren Auswirkungen auf die lokale Umwelt.
Aus Sicht der Behörden scheint der Fall jedoch klar zu sein: Die BesucherInnen zahlen Unsummen, um einen Blick auf die Tiger in einer vermeintlich authentischen, menschenleeren Wildnis zu erhaschen, sodass die Rechte der indigenen Gemeinden wie der von Herrn Madesh immer den Kürzeren ziehen.

Soliga-Jungen spielen auf einer Lichtung im Rangaswamy-Temple-Schutzgebiet. Die Soliga beten die Tiger als Götter an. (Foto: Shrenk Sadalgi/Survival)
Soliga-Jungen spielen auf einer Lichtung im Rangaswamy-Temple-Schutzgebiet. Die Soliga beten die Tiger als Götter an. (Foto: Shrenik Sadalgi/Survival)

Ähnlich wie in Indien sieht es auch in vielen anderen Teilen der Welt aus. In Botswana sind die letzten jagenden Buschleute ins Visier der Regierung geraten, weil sie angeblich den Wildtierbestand gefährden – eine Behauptung, die bereits vor dem Obersten Gerichtshof widerlegt wurde. Der atemberaubende Landstrich Ngorongoro in Tansania ist eines der bekanntesten Naturschutzgebiete der Welt und auch hier wissen nur wenige der jährlich Hundertausenden BesucherInnen, dass in den 1970er-Jahren die indigenen Massai und ihre Tiere aus dem Serengeti-Nationalpark, Teil des Ngorongoro, vertrieben wurden.

Naturschutz auf Kosten der indigenen Bevölkerung
Ohne Frage haben Länder wie Indien das Recht, bedrohte Arten und biologisch wichtige Orte zu schützen. Aber warum auf Kosten der indigenen Bevölkerung, die nicht für die gnadenlosen Trophäenjagden der Vergangenheit verantwortlich ist, die Tiere wie den Tiger fast bis in die Ausrottung getrieben haben? Es ist fahrlässig gegenüber der Natur und eine Verletzung internationaler Menschenrechte, die indigenen Gemeinden zu vertreiben, die ihre Gebiete seit Jahrtausenden geschützt haben.

Der Tiger ist der „kleine Bruder“
In Indien betrachten viele Indigene den Tiger als heilig, manche nennen ihn sogar ihren „kleinen Bruder“. Ihre Beziehung zu ihrem Land ist innig und indigene Völker weltweit sind die besten Naturschützer. Und obwohl auch wissenschaftliche Studien dies zunehmend belegen, werden sie weiter behandelt wie kriminelle „Wilderer“ die das Land verlassen müssen. TouristInnen, die wirklich etwas für die Natur tun wollen, die sie auf ihren Reisen bewundern, sollten sich von dem Bild einer unberührten „Wildnis“ verabschieden. Sie sollten stutzig werden, wenn sie in Reiseprospekten darauf stoßen. Wer die Natur liebt und wer reist um sie zu genießen, sollte an der Seite jener stehen, für die sie alles bedeutet und die alles tun würden, um ihr angestammtes Land zu schützen. Menschen wie Herr Madesh.

Autorin: Linda Poppe, Survival International
Survival International ist die globale Bewegung für die Rechte indigener Völker. Survival hilft indigenen Völkern weltweit ihr Leben zu verteidigen, ihr Land zu schützen und ihre Zukunft selbst zu bestimmen. Survival wendet sich auch gegen die Verletzung der Rechte indigener Völker im Namen des Naturschutzes – für indigene Völker, für die Natur, für unsere gesamte Menschheit. Mehr: http://www.survivalinternational.de/indigener-naturschutz

Ökotourismus in Sambia: Luxus unter Löwen

von Astrid Därr  [http://www.daerr.net]

Inmitten der weiten Savanne der Busanga Plains im abgelegenen Kafue Nationalpark betreibt Wilderness Safaris das luxuriöse Shumba Camp. Hier stehen nicht nur Begegnungen mit Löwen, Elefanten und Hippos auf der Tagesordnung sondern auch ökologisches Camp-Management und die Bekämpfung der Wilderei. „Ökotourismus in Sambia: Luxus unter Löwen“ weiterlesen

Nachhaltig unterwegs in Afrika: Beispiele von einer Senegal-Gambia-Tour

Naturfreundereisen in verschiedene afrikanische Länder haben seit etwa 15 Jahren Tradition. Schwerpunktland für die Naturfreunde Internationale (NFI) ist dabei Senegal. Bei all diesen Reisen stand und steht nicht das „Abhaken“ von Natur- und Kulturhighlights im Vordergrund, sondern das sensible Kennenlernen von Land und Leuten und der Naturfreundearbeit, Begegnungen mit Einheimischen, sowie gemeinsame Erlebnisse europäischer und afrikanischer NaturfreundInnen.

Nachhaltigkeitskriterien für Afrikareisen der Naturfreunde

Als Ergebnis dieser langjährigen Erfahrung hat die NFI nun Kriterien erarbeitet, deren Umsetzung bei Afrikareisen empfohlen wird. Selbstverständlich können diese Kriterien auch als Leitlinien und Anregungen für Veranstalter und Einzelreisende außerhalb der Naturfreundebewegung dienen.

Nicht alle Kriterien können auf jede Destination übertragen werden. Dennoch sollte das Bekenntnis zu einer Nachhaltigen Entwicklung und die Notwendigkeit, eine solche Position mit hoher Vorbildwirkung aktiv zu leben, dazu führen, dass Reiseveranstalter versuchen, so viele Kriterien wie möglich zu erfüllen.

Die Kriterien im Detail

© Barbara und Joachim Ernst
Kapokbaum © Barbara und Joachim Ernst

Das Wesentliche in Kürze

Nachhaltiges Reisen beginnt mit der Vorabinformation an die ReiseteilnehmerInnen: es versteht sich von selbst, dass die europäische Reiseleitung Information über Land und Leute, über Reise- und Sprachführer, Bücher afrikanischer Autoren, über die Organisationen im besuchten Land, sowie Material über soziale und politische Gegebenheiten des Ziellandes zur Verfügung stellt.

Ebenso selbstverständlich ist es, dass die An- und Abreise so umweltfreundlich wie möglich gestaltet wird: Benützung öffentlicher Verkehrsmittel zum/vom Flughafen, Sensibilisierung für CO2-Kompensation der Flugreise, nach Möglichkeit auch sanfte Mobilität im Reiseland.

Ein wichtiger Faktor ist die Auswahl der Unterkünfte und Restaurants, die regionstypisch und möglichst umweltfreundlich und sozial verträglich geführt sein sollen.

Bei Naturfreundreisen nach Senegal kommt dabei der Nutzung des Naturfreundehauses in Petit Mbao bei Dakar eine wichtige Rolle zu.

Es ist klar, dass die europäischen ReisebegleiterInnen darauf achten, MittlerInnen zu sein zwischen den europäischen Reisenden und den FreundInnen im besuchten Land und dass sie auch mit gutem Beispiel voran gehen, z. B. hinsichtlich dem Land entsprechender Kleidung und Fotografierverhalten.

Besonders wichtig ist auch das Programm solcher Reisen: der Schwerpunkt der Besuche und Besichtigungen liegt auf regions- oder landestypischen Spezifika, wie z.B. Initiativen der Zivilgesellschaft, Entwicklungs- oder Umweltprojekte, Naturschutz, Frauenförderung etc. Die Reiseprogramme werden deshalb gemeinsam von europäischen und afrikanischen Partnern ausgearbeitet.

Programmhighlights einer Senegal-Gambia-Tour

Im November 2013 wurde zum ersten Mal mit einer internationalen Gruppe Gambia, in Verbindung mit Senegal, besucht. Anhand einiger Beispiele aus dieser Reise, die ich wie viele Touren begleitet habe, möchte ich die Programmgestaltung solcher Reisen veranschaulichen. So haben wir unter anderem die nachstehenden Einrichtungen besucht und dabei Gelegenheit gehabt, uns mit Verantwortlichen und Betroffenen auszutauschen.

Partizipatives Nationalparkmanagement – die Dörfergemeinschaft im Nationalpark Djoudj

Im Norden Senegals, ca. 80 km von der Stadt Saint-Louis entfernt, erstreckt sich über 16 000 der Nationalpark Djoudj, das drittgrößte Vogelschutzgebiet der Welt und bekannt als Überwinterungsgebiet für 360 europäische Vogelarten. Zum Zeitpunkt der Gründung des Nationalparks im Jahr 1971 wurden sieben Dörfer an den Rand des nunmehrigen Schutzgebietes umgesiedelt, nicht ohne Konflikte mit den BewohnerInnen. In den darauffolgenden Jahren wurde nach Konfliktlösung gesucht und schließlich die „Association Intervillageoise des 7 villages de la périphérie du Parc National des Oiseaux du Djoudj – A.I.V.D.“ (Zusammenschluss der 7 Dörfer an der Peripherie des Nationalparks) gegründet. Die Nationalparkabteilung des senegalesischen Umweltministeriums ist seither bestrebt, eine Politik des partizipativen Parkmanagements umzusetzen, um so die Bevölkerung in den Schutz des Parks einzubeziehen und durch Schaffung von Einkommensmöglichkeiten zur Verbesserung ihrer sozioökonomischen Situation beizutragen. So wurde zum Beispiel der junge Mann, der uns bei unserer Exkursion begleitete, im Sinne dieses partizipativen Ansatzes als Ökoguide ausgebildet; die Frauen, die uns im parkeigenen „Shop“ stolz ihre handwerklichen Produkte zeigten, erhalten 80% des Verkaufserlöses. Ergänzend werden die DorfbewohnerInnen in Kursen für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Handwerk und Kultur und verantwortungsvollen Tourismus sensibilisiert – all dies unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigen Entwicklung der Region. Dabei spielt das Campement Njagabaar, ein Touristencamp mit Restaurant, eine wichtige Rolle, das sich, am Eingang zum Park gelegen, dem nachhaltigen Tourismus verschrieben hat und dies auch in einer Charta definiert.

Zielsetzungen, Angebote und Preise unter: http://www.djoudjvillages.sn/

Plan Djoudj © Barbara und Joachim Ernst
Plan Djoudj © Barbara und Joachim Ernst
© D. Bührer
Charta Djoudj © D. Bührer

Artenschutz als Anliegen im nachhaltigen Tourismus – das „Schildkrötendorf“ in Noflaye

35 km nordöstlich von Dakar liegt das Dorf Noflaye, das durch das dort ansässige „Schildkrötendorf“ (Village des tortues) Bekanntheit erlangt hat. Im Rahmen des Programms SOS Sulcata, das von der französischen Fachorganisation SOPTOM mit betreut wird, hat man es sich hier zum Ziel gesetzt, vom Aussterben bedrohte Schildkrötenarten zu schützen. Vor allem handelt es sich dabei um die Spornschildkröte (Centrochelys sulcata). Das Zentrum erhält immer wieder Exemplare aus privatem Besitz, die vernachlässigt, zu wenig oder zu viel gefüttert wurden und in schlechtem Zustand sind. Ein engagiertes junges Team von Fachleuten und Freiwilligen nimmt sich ihrer an, untersucht und pflegt sie nach wissenschaftlichen Kriterien und bereitet sie auf ihre Wiedereinsetzung in ihrem ursprünglichen Lebensraum im Ferlogebiet in Nordsenegal vor. Zuletzt wurde dort im Jahr 2011 eine Gruppe ausgewildert, nachdem eine erste bereits 2006 erfolgreich wieder eingesetzt und einem laufenden Monitoring mit Hilfe von Transmittern unterzogen wurde. Bemerkenswert sind auch die Sensibilisierungsmaßnahmen, die über das Programm SOS Sulcata für Kinder und Jugendliche im Ferlo durchgeführt werden.

Adresse und Kontakt: Noflaye, km 12, Route de Bambilor, BP 655 Rufisque, Senegal

© Barbara und Joachim Ernst
Schildkröten mit Pfleger in Noflaye © Barbara und Joachim Ernst

Energie aus Biomasse – das Engagement der Firma GreenTech in Gambia

Berge von Erdnussschalen säumen den Zugang zur Firma GreenTech, die von einem engagierten gambisch-deutschen Unternehmerpaar geleitet wird, auf dessen Initiative auch die Firmengründung zurückgeht. Hier versucht man, im Rahmen eines nach kommerziellen Kriterien arbeitenden Unternehmens, Lösungsansätze zur Armutsbekämpfung sowie zur Linderung der Energie- und Umweltprobleme in Gambia anzubieten.

Es geht dabei um die Produktion von Briketts aus Biomasse, konkret aus Erdnussschalen, die sonst auf dem Müll landen würden. Die Briketts können im Haushalt, in der Gastronomie, der Industrie, der Lebensmittelverarbeitung etc. eingesetzt werden. Die Brikettpresse kommt aus Dänemark, die Arbeitskraft aus Gambia. In einer firmeneigenen Küche wird für das Personal gekocht, selbstverständlich unter Verwendung lokaler Produkte.

Ergänzend werden von dem Unternehmen Kocher angeboten, die lokal produziert werden und deren spezielle Bauweise die Energieeffizienz der Briketts erhöht. Die Geräte sind einfach zu bedienen und es gibt kaum Rauchentwicklung.

© Barbara und Joachim Ernst
Sparkocher © Barbara und Joachim Ernst

Förderung von Kleinunternehmen im Tourismus – der Verein ASSET (Association of Small Scale Enterprises in Tourism)

Der Verein wurde im Jahr 2000 mit dem Ziel gegründet, kleine im Tourismus tätige Betriebe zu unterstützen, die sonst kaum Chancen haben, sich gegenüber den im Massentourismus operierenden Großunternehmen zu behaupten. ASSET hilft z.B. beim Abschluss von Versicherungsverträgen, Kontakten mit Tourenveranstaltern etc. Arbeitsplätze für Kunsthandwerker und ein Shop sind derzeit am Vereinssitz im Entstehen; ASSET bietet auch Kurse an, in denen sich VertreterInnen kleiner Tourismusbetriebe zusätzliche Qualifikation verschaffen können. Die Seele des Ganzen ist das Restaurant „Bantaba“, was so viel heißt wie „Dorfplatz mit Palaverbaum“. Hier wird traditionell und preiswert gekocht und eine Atmosphäre geschaffen, die uns als umwelt- und menschenfreundliche Reisende sehr angesprochen hat.

© Barbara und Joachim Ernst
Asset Bantaba © Barbara und Joachim Ernst

Reisende unterstützen Projekte afrikanischer Naturfreunde und ihrer Partner

Zu den Kriterien nachhaltigen Reisens gehört für NaturfreundInnen auch, zur Umsetzung von Projekten ihrer afrikanischen FreundInnen beizutragen. So war ein absoluter Höhepunkt unserer Senegal-Gambia-Tour die Eröffnung eines Kinderhortes in der Nähe der senegalesischen Stadt Saint-Louis, der durch die tatkräftige Unterstützung von deutschen Naturfreundegruppen errichtet wurde und noch durch verschiedene Zusatzeinrichtungen ergänzt werden soll (Alphabetisierungskurse für Frauen, Werkstätten etc.). Federführend dabei waren die Naturfreunde aus Rastatt und Saint-Louis.

Kontakt: Uschi Böss-Walter, Naturfreunde Rastatt, boess-walter@t-online.de

© Barbara und Joachim Ernst
St. Louis © Barbara und Joachim Ernst

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Mag. Ingeborg Pint ist diplomierte Dolmetscherin für Französisch und war von 1992 – 2006 Projektkoordinatorin für „Landschaften des Jahres“ der Naturfreunde Internationale (NFI). Derzeit ist sie ehrenamtliche Afrika-Referentin der NFI und als solche für die kontinuierliche Betreuung der afrikanischen Naturfreunde-Organisationen zuständig. Seit 2004 begleitet sie regelmäßig Projektreisen der Naturfreunde nach Senegal und fallweise nach Togo. Darüber hinaus ist sie Ansprechpartnerin für deutschsprachige Naturfreunde(gruppen), welche Reisen in afrikanische Länder planen, in denen die NFI Mitgliedsorganisationen hat.

Seit September 2013 freuen wir uns außerdem, Ingeborg zu unseren StammautorInnen zählen zu dürfen.

Kontakt: i.pint@aon.at

Die NFI hat für Projekte der afrikanischen Naturfreunde-Organisationen einen eigenen Spendenfonds eingerichtet. Auf www.nf-int.org/afrika finden sich jeweils die aktuellen Projekte, die wir mit Eurer Hilfe unterstützen wollen. Danke!

Im Namen der Schildkröte

© David Novillo
© David Novillo

“Es gibt so Wahnsinnige, die nur wegen der Schildkröten herauskommen. Und wenn die eine entdecken, dann holen sie sie aus dem Meer, halten sie an einem Bein hoch, posen damit herum, machen Fotos und zeigen die dann stolz auf Facebook ihren Freunden!” Davids Stimme überschlägt sich, sein Spanisch wird schneller, so schnell, dass ich nur noch hoffen kann, es richtig verstanden zu haben. Aber eigentlich will ich das gar nicht verstehen (solche *mirfehlendieworte*!)  – schon gar nicht, nachdem ich selbst vollkommen aus dem Häuschen war, als mein Tauchlehrer David Novillo unter Wasser plötzlich seine Hand ausgestreckt und mit dem Finger nach oben gedeutet hat: Eine Schildkröte! Über mir!

Und ich war nicht die Einzige: Kollegin Anja ist beim Ruf “Schildkröte” vom Boot ins Meer gesprungen, um mit einem der “GreenGirls”, wie David und sein Team die sanften Riesen liebevoll nennen, ein Weilchen mitzuschwimmen …

Zwölf dieser GreenGirls haben David und seine Kollegen seit 2004 betreut: “Wir wachen über den Tieren, kontrollieren ihren Wachstum”, erklärt er mir, “und wir retten sie, falls sie einen Unfall oder andere Schwierigkeiten hatten.” Von letzterem sind wir heute Zeugen geworden: Ein “grünes Mädel” hatte sich beim Plastikmüll, der – wie so oft – im Meer gelandet ist, geschnitten und musste – auch wie so oft – zur medizinischen Versorgung gebracht werden.

Tauchlehrer David Novillo © Doris Neubauer
Tauchlehrer David Novillo © Doris Neubauer

Derzeit gibt es sechs Stück dieser Chelona Mida in Puertito de Adeje im Süden Teneriffas, dort in der touristischen Region der kanarischen Insel, wo auch noch immer umstrittene Walbeobachtungsfahrten angeboten werden. Und wo in der Hochsaison täglich mehr als 150 Menschen mit Booten zur Bucht fahren, um dort zu schnorcheln, zu tauchen, die Unterwasserwelt zu berühren, lautstark zu feiern – und leider gar nicht sorgsam mit der Natur umzugehen. Ebenso verhalten sich leider auch die acht privaten Schnorchelboote, die Touristen alle vier Stunden in die Meeresregion karren.

Über 150 Menschen fahren regelmäßig in das Gebiet, um zu tauchen und zu schnorcheln © Doris Neubauer
Über 150 Menschen fahren regelmäßig in das Gebiet, um zu tauchen und zu schnorcheln © Doris Neubauer

Auch wenn es sich nach wenig anhören mag, sechs Schildkröten sind in dieser Region schon ein positives Zeichen und Verdienst, der David und seinen mittlerweile 10 Kollegen der privaten Non-Profit-Organisation Oceáno Sostenible zuzusprechen ist. 2004 hat der PADI Tauchinstrukteur gemeinsam mit anderen in einem Gebiet von 50m² begonnen, eine Meeresschutzzone einzurichten, um die Flora und Fauna der Region von einer zerstörerischen, nicht einheimischen Seeigelplage zu befreien und wieder zu regenerieren. Außerdem arbeitet die Organisation in einem SeaLab, wo sie wissenschaftliche Daten sammelt und auswertet. Mittlerweile hat sich das Gebiet vervielfacht und ist auf über 100.000m² angewachsen. Die Seeigel sind unter Kontrolle, und die sechs Schildkröten sind nicht die einzigen Zeichen, dass sich die Unterwasserwelt wieder etwas erholt: Seepferdchen oder Barrakudas sind bei den Tauch- und Schnorchelgängen zu entdecken.

Doris vor ihrem Tauchgang © Doris Neubauer
Doris vor ihrem Tauchgang © Doris Neubauer

Damit gibt sich Oceáno Sostenible aber natürlich nicht zufrieden – die Arbeit geht weiter: “Unsere wichtigste Arbeit ist es, das Verantwortungsbewusstsein und den Respekt der Tauchzentren und privaten Taucher gegenüber den Schildkröten zu erhöhen”, erklärt mir David später, “vor allem, weil wir täglich mehre Male dort hin fahren.” Seine Non-Profit-Organisation selbst hat mit dem FlyOver Tauchunternehmen, das von der Inselregierung und dem Fremdenverkehrsamt Turismo de Tenerife unterstützt wird, ein spezielles Angebot für Touristen geschaffen: Damit auch Anfänger die Unterwasserwelt in Puertito de Adeje kennen lernen können, begleiten erfahrene Taucher wie David Leute ohne Erfahrung – wie mich – nach unten. Die eine Hand auf der Nase (zum Druckausgleich), die andere gehalten von David oder einem seiner Kollegen gibt es das Taucherlebnis sozusagen im Schnelldurchgang – und man erfährt noch dazu etwas über die Unterwasserwelt der Region. Und das Beste: 10 Prozent der Gewinne von FlyOver gehen wieder an Projekte von Oceáno Sostenible.

© Doris Neubauer
© Doris Neubauer

Und Projekte gibt es genug:  Es geht nämlich bei Oceáno Sostenible nicht nur darum, Touristen einen nachhaltigen Umgang mit der (Unter-)Wasserwelt zu zeigen, sondern auch Einheimischen – vor allem den Kindern. Um das auch den Kleinen bewusst zu machen, werden ab September wieder Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen in das ebenfalls entstandene Maritime Lernzentrum geladen. Und sie werden kommen – wie schon die über 900 Kinder und Jugendlichen in der Vorsaison, mit denen David gearbeitet hat. Der gibt mir zum Schluss übrigens noch ein Zitat der native americans auf den Weg mit: “Das Land ist nicht ein Erbe unserer Eltern, es ist ein Erbstück für unsere Kinder”… auch das Wasserland der Schildkröten.

Reisebloggerin Mrs. Berry war ebenfalls dabei & hat geniale Unterwasser-Bilder und ein Video gemacht.

Wer einen FlyOver-Tauchgang versuchen möchte, meldet sich am besten über die Website bei David und seinem Team. Über das Tauchen könnt Ihr auch bei meiner Kollegin Anja von happybackpacker.de weiterlesen. Nicht in freier Wildbahn, aber Schildkröten (und mehr) gibt es übrigens auch im Loro Parque im Norden Teneriffas zu sehen.

Offenlegung: Danke an Condor, GCE und Turismo de Tenerife für die Einladung. Die Meinungen und Ansichten in der Geschichte bleiben meine eigenen.

Südafrika einmal anders: Sümpfe, Seen und Schildkröten

Der iSimangaliso Wetland Park zwischen St. Lucia und der mosambikanischen Grenze im Norden von KwaZuluNatal verbindet unterschiedliche Lebensräume wie Grasland, Savanne, Küstenwälder, Mangrovensümpfe, Dünen, Sandstrände und Korallenriffe in einem einzigen Schutzgebiet.

Suedafrika, Daerr4
© Astrid Därr

Die Sterne funkeln über uns, als wir in völliger Dunkelheit barfuß über den weiten Sandstrand von Bhanga Nek im Kosi Bay Naturreservat wandern. Aus dem dichten Küstenwald, der sich direkt hinter den Stranddünen ausbreitet, tönt das Konzert der Zikaden bis zum Indischen Ozean. Konzentriert beobachten wir die sanften Wogen, in Erwartung, dass sie einen Schatten an den Strand spülen, der sich nach oben zu den Dünen bewegt. Schon etwa eine Stunde halten wir in Begleitung eines Rangers Ausschau nach Karett- und Lederschildkröten, die im südafrikanischen Sommer zwischen Mitte November und Mitte Februar an diesem Küstenabschnitt zwischen St. Lucia und der mosambikanischen Grenze ihre Eier am Strand ablegen. Und plötzlich ist es so weit: Eine etwa 1,50 m lange Karettschildkröte mit ihrem glatten, nach hinten spitz zulaufenden Panzer hinterlässt eine breite Schleifspur als sie über den Strand aufwärts kriecht. Am Rande der bewachsenen Küstendünen angekommen, beginnt sie mit den kräftigen Vorderflossen zu graben. Erstaunlich schnell ist ein ca. 60 cm tiefes Loch ausgehoben, in das die Schildkröte völlig geräuschlos etwa 80 golfballgroße Eier ablegt. Nach der Eiablage beginnt die schwerste Arbeit für die Schildkrötenmama: Mit den wie Schaufeln geformten Hinterflossen schiebt sie Sand links und rechts in die Mulde und knetet diesen wie einen Kuchen durch. Mit rudernden, sehr langsamen Bewegungen manövriert sie scheinbar unbeholfen im Sand herum und wir können uns kaum vorstellen, dass sie es selbst schaffen wird, das Loch zu befüllen und ihren massigen Panzer daraus zu befreien. Doch nach etwa drei Stunden hat sie es vollbracht und das Nest komplett bedeckt. Sichtlich erschöpft kriecht sie über den Strand Richtung Meer und verschwindet in den Wellen. Sofern nicht ein Honigdachs oder eine Ginsterkatze das Nest plündert, werden in etwa zwei Monaten winzige Schildkröten ausschlüpfen und den gefährlichen Weg zum Wasser antreten. Wegen der kleinen Überlebenschance von 2:1000 legt jede Schildkröte zur Saison mehrere Nester mit bis zu 150 Eiern am von Rangern überwachten Strandabschnitt im Kosi Bay Reservat an.

© Astrid Därr
© Astrid Därr

Das Kosi Bay Naturreservat in KwaZuluNatal schützt ein System aus vier, durch Kanäle miteinander verbundenen, Seen an der Kosi-Mündung. Neben der Schildkrötenbeobachtung kann man im Reservat auch Fische und, bei Boot- und Kanufahrten auf dem wilden Seensystem, seltene Vögel wie die große Pel-Fischeule oder den Palmgeier, der sich von den Früchten der heimischen Raffia-Palme ernährt, beobachten.
Kanutrips auf den Seen und Kanälen sowie Turtle Tracking Touren gehören zum Programm der Kosi Forest Lodge, deren auf Holzdecks gebauten Bungalows sich im seltenen Sandwald verstecken.

Das Kosi Bay Reservat ist die nördlichste Station einer Tour durch den St. Lucia Wetland Nationalpark, der 2007 den Zulu-Namen iSimangaliso Wetland Park erhielt. Der drittgrößte Nationalpark Südafrikas erstreckt sich über 220 km entlang der Küstenlinie des Indischen Ozeans, von Kosi Bay im Norden bis zum Mündungsgebiet des Lake St. Lucia im Süden. Er umfasst drei große Seensysteme (Kosi Bay, Lake St. Lucia, Lake Sibayi) und stellt fünf zusammenhängende Ökosysteme unter Schutz: Die Wasserwelt des Indischen Ozeans mit den südlichsten Korallenriffen Afrikas, Meeresschildkröten und der größten Population der kuriosen Quastenflosser (Coelacanthiformes); die Eastern Shores (östlicher Küstenbereich) mit weiten Grassavannen, Feuchtgebieten und den bis zu 180 m hohen, bewaldeten Küstendünen; der Lake St. Lucia mit seinem Kanalsystem im Süden; die Mkuze Sümpfe am nördlichen Ende des Lake St. Lucia mit ausgedehnten Papyrus-Sumpfland sowie die trockene Dornbuschsavanne der Western Shores (westlich des Lake St. Lucia).

© Astrid Därr
© Astrid Därr

Bevor der Nationalpark 1999 zum ersten UNESCO-Weltnaturerbe in Südafrika ernannt wurde drohte diesem einzigartigen Naturraum jedoch fast die Zerstörung: Die Jahrtausende alten Küstendünen und der sandige Boden enthalten Titaneisen, weshalb sich die Landschaft in ein großes Abbaugebiet verwandeln sollte. Dank der Proteste von Naturschützern entschied man sich schließlich für die Einrichtung eines Nationalparks und zur Förderung des Ökotourismus an diesem Küstenstreifen zwischen Mosambik und St. Lucia. Jenseits der Küstendünen, im Hinterland mit seinen Mangrovensümpfen, Riedgrasflächen, Savannen und Wäldern, leben heute wieder Elefanten, Nashörner, Büffel, Wildhunde, Geparden, Gnus, Zebras, Giraffen u.v.m. Außerdem finden Vogelliebhaber im Nationalpark die größte Artenvielfalt in ganz Afrika.

Heute bietet der St. Lucia Wetland Park nicht nur endlose Sandstrände zum Baden, Angeln, Schnorcheln und Tauchen in St. Lucia, Cape Vidal und Sodwana Bay, sondern auch interessante Wildtierbeobachtungen.

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Astrid Därr ist freie Reisejournalistin und Redakteurin. Sie veröffentlichte bereits mehr als zehn Reiseführer und -bildbände in verschiedenen Verlagen. Seit 2005 ist sie zudem als Reiseleiterin für Trekkinggruppen tätig.
2012 nahm Astrid bei der NFI-Fotomeisterschaft zu dem Thema „Nachhaltiger Tourismus“ teil, und belegte in der Kategorie „Nachhaltiger Tourismus in Entwicklungsländern“ den 4. Platz.

Wir bedanken uns sehr herzlich für ihren Beitrag zu unserem tourism_LOG!

Naturtourismus in Rio Lagartos

Helena Oswald no.2

Letztes Jahr im Sommer hatte ich das große Glück ein paar Monate in Rio Lagartos, einem kleinen, mexikanischen Fischerdorf an der Nordküste von Yucatán zu verbringen.

Rio Lagartos ist ein ganz besonderer Ort, da er mitten in der gleichnamigen Biosphäre liegt, in der, je nach Jahreszeit bis zu über 360 verschiedene Vogelarten leben. Die meisten Menschen, die sich hierher verirren, kommen jedoch wegen der tausenden Flamingos, die das ganze Jahr hier bleiben – und den Krokodilen, die der ganzen Umgebung ursprünglich ihren Namen gaben. Daneben kann man am Strand ausruhen, schnorcheln, in den Mangrovenwäldern wandern, sich an bunten Salzseen sattsehen, Sportfischen und an Naturschutzprojekten teilnehmen. Und abends wirft man einen Blick in den wunderschönen Sternenhimmel – den gleichen den auch schon die Mayas vor tausenden von Jahren für ihre astronomischen Erkenntnisse nutzten.

Obwohl es so viel zu erleben gibt, ist Rio Lagartos bisher jedoch noch verhältnismäßig unbekannt. Der Grund: bisher lebten die Menschen hier hauptsächlich von der Fischerei. Dies funktionierte zwar in der Vergangenheit gut, doch aufgrund schwindender Fischbestände, wurde in den letzten Jahren immer deutlicher, dass eine wirtschaftliche Alternative benötigt wird. Der Naturtourismus setzt sich dabei immer mehr als Lösung durch – vor allem, weil der Zugang zu den Highlights der Biosphäre hauptsächlich in kleinen Booten möglich ist und die Anwohner für die Touren auf ihr vorhandenes Wissen über die lokale Natur zurückgreifen können.

Helena Oswald_Rio Lagartos

Ziel meines Aufenthalts war es daher ein Konzept zur Förderung des lokalen Tourismus zu erstellen, wobei gleichzeitig auf den Schutz der Natur geachtet werden sollte. Obwohl das Projekt zunächst aus der Initiative eines einzelnen Hoteliers entstand, machten schon bald viele andere im Dorf mit. So nahmen mich vor allem die Touranbieter regelmäßig auf ihre Touren mit, damit ich zum einen notwendiges Fotomaterial generieren konnte und zum anderen selbst auch mehr über die Biosphäre lernen konnte. Bei diesen Ausfahrten kam es manchmal auch zu sehr ungewöhnlichen Begegnungen, wie zum Beispiel auf einer Tour auf der wir gleichzeitig ein Flamingoküken, das wir zu einer Auffangstation brachten, sowie ein kleines Krokodil auf dem Boot hatten. Normalerweise hätte das Krokodil das Küken wohl eher gefressen als friedlich anzuschauen….

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Ungewöhnliche Begegnungen

Hier kann ich vor allem die beiden zertifizierten Touranbieter in Rio Lagartos sehr ans Herz legen:
Diego Nuñez und seine Mitarbeiter sind vor allem auf die Beobachtung von Vögeln und das Sportfischen spezialisiert. Sie bieten aber auch spektakuläre Nachtausfahrten unter dem Sternenhimmel an.
Ismael Navarro, der zweite zertifizierte Touranbieter, organisiert mit seiner Truppe Ausfahrten in die Reservate.

In der Zwischenzeit bin ich selbst aus privaten Gründen zwar wieder in Europa, das Projekt geht jedoch weiter, denn es gibt noch viel zu tun. Nachdem vor allem die Werbemaßnahmen immer mehr Ergebnisse zeigen, ist es umso wichtiger daran zu arbeiten, dass der zunehmende Tourismus in der Biosphäre auch weiterhin im Einklang mit der Natur geschieht bzw. erst recht dazu dient, das sensible Ökosystem der Mangroven zu schützen. Hierfür setzen sich vor allem die zertifizierten Touranbieter ein, weswegen ich guten Gewissens einen Aufenthalt in Rio Lagartos absolut empfehlen kann!

Fast drei Jahre lang, zwischen 2009 und 2012, reiste Helena Oswald um die Welt. Dies gab ihr die Möglichkeit, viele Orte und Kulturen rund um den Globus kennenzulernen, sowie sich viel in der Natur aufzuhalten.
Dabei hatte sie das Glück einige interessante Initiativen kennenzulernen, die touristische Aktivitäten mit wirtschaftlicher Entwicklung verbinden und gleichzeitig großen Respekt für die Anwohner, die lokale Kultur, Bildung und den Schutz der Natur aufweisen. Eine positive Entwicklung, welche sie an vielen Orten dieser Erde beobachten konnte – sei es in Nepal, Neuseeland, Mexiko oder auf den Kanarischen Inseln.

Helena Oswald nahm 2012 an der NFI-Fotomeisterschaft zu „Nachhaltigem Tourismus“ in der Kategorie „Nachhaltiger Tourismus in Entwicklungsländern“ teil, und gewann mit dem Bild „Ungewöhnliche Begegnungen“ den 3. Platz.