Durch Selbstbestimmung unterwegs zur Unabhängigkeit daheim?
 Von der Emanzipation allein reisender Frauen

von Marie-Luise Buchinger & Harald A. Friedl

Von pauschal zu individual: Als Touristinnen legen Frauen einen klaren Trend vor und entscheiden sich immer öfter dazu, alleine zu verreisen. Die von Daheimgebliebenen geäußerten Sicherheitsbedenken dazu sind zwar gut gemeint, aber längst nicht mehr zeitgemäß. Hinter der Reise alleine steckt ein hochemanzipativer Effekt für Frauen: Sie fühlen sich nach der Reise eigenständiger, unabhängiger und gelassener, behauptet Marie-Luise Buchinger im Rahmen ihrer Bakkalaureatsarbeit für das Studium „Gesundheitsmanagement im Tourismus“. Dazu befragte sie neun Frauen im Alter von 22 bis 60 Jahren mit entsprechenden Reiseerfahrungen auf allen Kontinenten. Der Effekt weiblicher Emanzipationsförderung infolge der alleine unternommenen Reisen wurde anhand der Parameter Eigenständigkeit, Unabhängigkeitsgefühl und Problemlösungsstrategie gemessen. Entstanden ist dieses Forschungsinteresse durch persönliche Reiseerfahrungen der Autorin, die nachhaltige weibliche Emanzipationsförderung von Frauen im Bildungsbereich auf ihrer weiteren Agenda hat.

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Community Based Tourism als Zukunftschance für junge Menschen in Gambia | Community Based Tourism – Creating opportunities for young people’s future in The Gambia

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Gambia gehört zu den weltweit am wenigsten entwickelten Ländern. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft und der Tourismus. 60 Prozent der Bevölkerung sind unter 25 Jahre alt, die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch. Armut und fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten sind einer der Hauptgründe, warum immer mehr – vor allem junge – Menschen das Land verlassen.

Die Initiative Youth Empowerment Project (YEP) möchte die Zukunftschancen insbesondere für junge Menschen im Land verbessern. YEP verfolgt einen marktorientierten Ansatz und zielt darauf ab, die bestehenden Systeme, Strukturen und Dienstleistungen der Jugendförderung zu stärken, um Arbeitsplätze zu schaffen. Ziel ist es, die Fähigkeiten der Jugendlichen entsprechend den Marktanforderungen zu verbessern. Das Projekt bietet Jugendlichen, die an einem Einstieg in die gewerbliche Landwirtschaft, in den Dienstleistungssektor oder in den Tourismus interessiert sind, neue Berufschancen und damit Zukunftsperspektiven.

Ein Schwerpunkt ist die Ausbildung von jungen Frauen und Männern als „Community Based Tourism TrainerInnen“. ISATOU FOON ist die erste junge Frau, die diese Ausbildung erfolgreich absolviert hat. Im Interview spricht sie über ihre Motivation und ihre Ziele:

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