Day 8: FAIRtravelling – Landscape of the Year Senegal/The Gambia

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Today’s agenda includes Tanji with its village museum and the “fishermen beach” and a visit to “Mama Africa“. Our guide informs us: „Along the coast in and around Tanji there is an intensive development of tourism. Hotel complexes are build, investors from abroad take over, rich Gambians establish their second homes, which are rent at very high prices. The local population is displaced by this kind of tourism. There are no restrictions for land acquisition, that protect locals.”

Next we visit the village museum from Tanji and the talented artist Isha Fofana, called “Mama Africa”, who runs a lodge in Tanji together with her German husband. As an artist, she faces a lot of difficulties in The Gambia: “In The Gambia, art is music and dance. There is no scene for visual art. Especially for women, it is very difficult to succeed. I wish to strengthen women in their artistic work. Personally, I draw strength from my garden, where everything grows and flourishes without a lot of support – a real place of power.”

 

Here´s ANNKATRIN HÖCKs (Germany) report:

At Tanki (The Gambia) my husband and I – together with seven more couples – stay in a lodge run by „Mama Africa”. From the very beginning, we are enthused by the wonderful complex!

Nine oval buildings in different colours are grouped in a big, recently planted garden. The artist Isha Fofana and her German husband Bernd Ax live in one of the houses. Isha spent eight years at Köln (Germany), where she ran an art gallery. She came back to The Gambia, because the new government offered her a job as freelanced advisor for arts and culture. Her husband, a journalist and filmmaker, got a job at the Gambian television, where he is responsible for trainings in camera technology, film cut, and programme development.

In our bungalow everything is new, each piece is unique, some pieces are decorated by Isha, the floor shows colourful tiles. In our huge bed made out of knotty wood we have a wonderful sleep!

After a superb breakfast Bernd shows us around the terrain of „Mama Africa”, which was established in 2017. In future, local fruit, vegetable and herbs for the guests shall be produce on these grounds. In addition, oil (e.g. moringa and sesame), jam (e.g. papaya) and natural insecticides shall be sold. Chicken are held in a stable with a fenced outdoor area. I can imagine, that the „world“ of Isha and Bernd will be a lush paradise in one or two years – provided that their plans are not counteracted by other plans of the government.
Both of them are driven by optimism and visions for the future: In the next year, the so called “Art House” shall be finished. There they plan to have exhibitions, a sales room for their products, workshops, lectures, a cafeteria, and much more. Today, there are already more than 30 employees, who profit from several trainings. Next to „Mama Africa” there is a building run by an association dedicated to the training of local people in the fields of homeopathy, herbal medicine, and natural birth control.

During our journey through the rural regions of The Gambia and Senegal I noticed, that cattle, donkeys, goats, horses, dogs, chicken and even some pigs are able to move freely, without being guarded by shepherds. Where do these animals go, when night comes? Obviously, their owners are not afraid, that an animal could be stolen and it seems to be up to the car drivers, to take care in order not to knock any animal down. I can imagine, that the free running animals create damage on plantings and trees and that chicken feed on the vegetables in the garden of the neighbour …

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© D. Banspach, I. Pint

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Deutsch

Auf dem Programm heute stehen Tanji mit seinem Dorfmuseum und dem „Fischerstrand“ und ein Besuch bei „Mama Africa“.
Unser Guide informiert uns: „An der Küste in und um Tanji wird derzeit intensiv Tourismusentwicklung betrieben. Hotelbauten entstehen, ausländische Investoren kaufen sich ein, reiche Gambier errichten Zweitwohnsitze, die zu hohen Preisen weitervermietet werden. Die einheimische Bevölkerung wird durch diese Tourismusform verdrängt. Es gibt leider keinerlei Beschränkungen beim Grunderwerb zum Schutz der Einheimischen“.
Es folgt eine ausführliche Besichtigung des Dorfmuseums von Tanji.

„Mama Africa“ ist die Künstlerin Isha Fofana, die mit ihrem deutschen Ehemann in Tanji eine Lodge betreibt, die höchsten Ansprüchen genügt. Als Künstlerin hat sie es in Gambia schwer: „Kunst bedeutet in Gambia Musik und Tanz, für bildende Kunst gibt es keine nennenswerte Szene. Und sich als Frau durchzusetzen ist besonders schwierig. Mein Wunsch ist, Frauen in ihrem künstlerischen Tun zu bestärken. Meine Kraft schöpfe ich aus unserem Garten, wo alles ohne viel Zutun wächst und gedeiht – ein wirklicher Kraftort“.

Hier ist der Bericht von ANNKATRIN HÖCK (Deutschland):
In Tanki (Gambia) sind wir – mein Mann Bernfried und ich, sowie sieben andere Paare – in einer Lodge bei „Mama Africa“ untergekommen. Schon bei unserer Ankunft waren wir überwältigt von der kunstvollen Anlage, im wahrsten Sinne des Wortes.

In einem großen, neu angelegten Garten stehen neun verschieden farbige Rundbauten, wovon acht als Gästehäuser dienen. Im neunten Haus wohnen die Künstlerin Isha Fofana und ihr deutscher Ehemann Bernd Ax, der aus dem Sauerland stammt. Isha hat acht Jahre bei Köln verbracht und dort eine Galerie betrieben. Der Grund ihrer Rückkehr nach Gambia war das Angebot der Regierung, als freie Kulturberaterin für die seit einem Jahr bestehende Regierung tätig zu werden. Ihrem Mann, dem gelernten Journalisten und Afrikafilmer, wurde eine Stelle beim gambischen Fernsehen angeboten, wo er Nachwuchs in Kameratechnik, Schnitt und Programmaufbau ausbilden soll.

In unserem Bungalow ist alles neu, jedes Möbelstück ist einzigartig, teilweise von Isha kunstvoll verziert, der Boden bunt gekachelt. Nichts ist gerade, es gibt Wellen, Kurven, Kreise, Farben und natürliche Lichteffekte. In unserem riesigen Bett aus knorrigen Stämmen schlafen wir wunderbar!

Nach einem tollen Frühstück führt uns Bernd über das Gelände von „Mama Africa“, das 2017 angelegt wurde. Es ist geplant, dass sich die Lodge selbst aus dem Garten mit heimischem Obst, Gemüse und Kräutern versorgt. Die erste Gemüseernte wurde bereits in der Küche verarbeitet. Auch sollen in Zukunft selbst gepresste Ölen (z.B. Moringa, Sesam), Marmeladen (z.B. Papaya) oder natürliche Insektenschutzmittel angeboten und verkauft werden. Für die Hühner wurde ein fachgerechter Stall gebaut, Auslauf haben sie nur im Gehege.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Ishas und Bernds „Welt“ bereits in ein bis zwei Jahren ein üppiges Paradies sein wird – wenn ihr Lebenswerk nicht wieder, wie schon einmal geschehen, von Staatsangehörigen zerstört wird, weil der Präsident das Land für private Zwecke  benötigt …  Die beiden scheinen jedoch von unerschütterlichem, bewundernswertem Optimismus und von Visionen getrieben zu sein. Im nächsten Jahr soll das bereits begonnene „Arthouse“ fertig sein. Geplant sind wechselnde Ausstellungen, der Verkauf von Kunst sowie der Produkte der eigenen Manufaktur, Workshops, Vorträge, ein Café und vieles mehr. Schon heute werden mehr als dreißig Männer und Frauen beschäftigt, die gleichzeitig in den vielen verschiedenen Sparten des Projektes ausgebildet werden. 
 Neben „Mama Africa“ steht noch ein von einem Verein betriebenes Haus in der unmittelbaren Nachbarschaft, in dem bereits Ausbildung und Erziehung (Homöopathie, traditionelle Pflanzenheilkunde, natürliche Familienplanung etc.) für GambierInnen angeboten wird.

Mir ist während unserer Rundreise, die meist durch ländliche Regionen Gambias und Senegals führte, aufgefallen, dass Rinder, Esel, Ziegen, Pferde, Hunde, Hühner und auch das eine oder andere Schwein sich frei, ohne Hirten, bewegen können. Wie sortieren sich die „Freigänger“ mit Einbruch der Dunkelheit? Scheinbar haben die Besitzer keine Angst, dass ein Tier gestohlen wird und es scheint allein die Verantwortung der Autofahrer zu sein, dass niemand überfahren wird. Ich kann mir vorstellen, dass die frei laufenden Tiere nicht eingezäunte Anpflanzungen, Saaten und frei stehende Bäume anfressen und Hühner das Gemüse in Nachbars Garten verköstigen.

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© D. Banspach, I. Pint

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Français

Au programme de la journée figurent Tanji et son Musée villageois et la « plage des pêcheurs », de même qu’une visite chez « Mama Africa ». Notre guide nous informe : « Sur le littoral de Tanji d’importants projets immobiliers pour le développement touristique sont en cours. Des hôtels sont en cours de construction, des investisseurs étrangers achètent des terrains, de riches Gambiens construisent des résidences secondaires qu’ils louent par la suite à des prix élevés. Les populations locales doivent céder à cette forme de tourisme. Malheureusement il n’y a pas de limitations quant à l’achat de terrains par des étrangers, pour les protéger. Suit une visite détaillée du Musée villageois de Tanji.
« Mama Africa » est l’artiste Isha Fofana qui gère un lodge avec son mari allemand, répondant aux critères les plus élevés. En tant qu’artiste elle rencontre des problèmes en Gambie : « En Gambie art veut dire musique et danse, il n’y a pas de milieu propre pour les artistes plasticiens. Et s’imposer comme femme artiste est encore plus difficile. Mon souhait est de soutenir les femmes dans leurs projets artistiques. Je puise mon énergie dans notre jardin, où tout pousse sans trop d’efforts – c’est un véritable lieu énergétique. »

Voici le report d´ ANNKATRIN HÖCK (Allemagne):
Pendant notre périple à travers des régions principalement rurales de Gambie et du Sénégal, j’ai remarqué que des bœufs, ânes, chèvres, chevaux, chiens, poules et parfois des cochons peuvent s’ébattre librement, sans berger. Comment ces animaux arrivent-ils à se « situer » à la tombée de la nuit ? Apparemment leurs propriétaires ne craignent pas de vols, et il semble être de la seule responsabilité des automobilistes de veiller à ce qu’il n’ait pas de bêtes écrasées. Je peux bien imaginer que ces animaux en divagation se délectent dans des plantations non protégées et rongent les arbres isolés et que les poules dégustent les légumes dans le jardin du voisin …

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© D. Banspach, I. Pint

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