Freie Wildbahn im Tempel

(English Version „Temple Tigers“ just below this German blog)

Endlich bin ich der Stadt entflohen. 130 Kilometer weit weg von Bangkok ist das Leben ganz anders; beschaulicher und ohne Abgasqualm von Millionen Autos. Herrlich! Ich habe mir ein paar Tage Zeit genommen für meine Tochter, und um meine bevorstehende Mekongreise weiter im Detail zu planen. Mehr als 10 Jahre meines Lebens habe ich hier in der Provinz Kanchanaburi am River Kwai verbracht. Ich kann die Umgebung genießen, habe keinen Stress mit Sightseeing, kein Theater mit lauten Nachbarn im Gästehaus. Rund um die 50000-Einwohner-Stadt kenne ich fast alle Sehenswürdigkeiten: die Brücke am Kwai, Museen, Tempel, einsame Höhlen, Wasserfälle, Naturparks. Kanchanaburi hat viel zu bieten für ihre Touristen.

Mekong map

Aber da ist noch dieser „Tiger-Tempel“; den habe ich in all den Jahren nicht besucht. Mönche haben dort vor fast einer Dekade damit begonnen, sich um Tiger zu kümmern, deren Muttertiere angeblich von Wilderern erschossen wurden. Lobenswert, wenn es wahr ist…

Ich bin ein skeptischer Mensch. Als damals die Tiger-Euphorie ausbrach, berichteten Touristen begeistert von der aufopfernden Leidenschaft, mit der sich die Mönche in einem abgelegenen Tempel den gestrandeten Raubkatzen widmeten. Eintritt wurde keiner verlangt, bloß zu einer Spende forderte man die Besucher auf. Nicht viel. Zwei, drei Euro vielleicht, damit die Tiger nicht nur von Reis leben mussten. Schweinshaxe, Hühnchen und Rindsknochen gab es dann auf dem tierischen Speiseplan. Eben das, wovon ein Tiger träumt.

Am Anfang waren es nur wenige junge Tiger. Und dazu hatte man noch einige Rehe und anderes Kleingetier frei herumlaufen – aber nicht als Leckerbissen für die gezähmten Großkatzen. Die wussten mit lebendiger Beute ohnehin nichts anzufangen.
Es begann als kleiner Tempelzoo mit niedlichem Wild, verwaisten Tigerkindern und Mönchen als Wärtern. Westliche Touristen und manche Reiseautoren sahen sofort die perfekte Alternative zum betonierten Großstadtzoo. Der Tiger-Tempel wurde plötzlich zum Synonym für die ultimative Tierliebe. Denn draußen in der freien Wildbahn lauerten nur Wilderer, oder Kinder mit ihren Steinschleudern, vor denen arglos daliegende Hunde sich mehr fürchteten als Touristen vor Schlangenbissen. Ich musste diese Idylle selbst sehen, trotz meiner Skepsis, oder gerade deswegen…

Dress Code im Tiger-Tempel
Dress Code im Tiger-Tempel

500 Baht, etwa 11 Euro, zahlt man nun als Basisspende. Das Bild hat sich gewandelt. Am Eingang ein fast voller Parkplatz mit Touristen-Minibussen aus der Provinzhauptstadt Kanchanaburi und Bangkok. Es ist schwül.
„No red, pink or orange clothes! No professional video cameras! No shorts! No sleeveless shirts!“, steht da auf mehreren Hinweisschildern geschrieben. Es ist ja ein Tempel, Tiger hin – Tiger her, und dementsprechend muss man sich kleiden. Wer falsch gekleidet ist, wird genötigt sich ordentliche Sachen zu kaufen. Die gibts gleich an der Kassa zum 3-fachen der üblichen Preise und zum Leidwesen mancher Touristen. Ich versuche mein erstes Kopfschütteln zu unterdrücken während ich weitere Details auf laminiertem Papier erspähe:

  • Tiger-Abenteuer: 4 Stunden inklusive Frühstück mit den Mönchen und Tigern. Preis: lockere 100 Euro pro Person.
  • Tigerbaby-Füttern: 45 Minuten inklusive Fläschchen… 33 Euro pro Person.
  • Tiger-Abendprogramm: inklusive Tigerkampf, Tigerspiel und Foto-Shooting. Billig für 22 Euro pro Kopf.

Obs den Tigern auch soviel Spaß macht wie den Touristen? Ich weiß es nicht. Vielleicht doch, es ist immerhin besser, als an der Kette hängend von Wärtern am Schwanz in Fotoposition gezogen zu werden. Später werde ich noch feststellen, dass dies als zweifelhafte Attraktion für Touristen beim regulären Nachmittags-Fototermin gemacht wird.

Tigerprozession zum Fotocast
Tigerprozession zum Fotocast

Auf meinem Weg in das weite Tempelareal schubst  mich ein lächelnder Gärtner auf den richtigen Weg zum Tiger-Foto-Casting in einem aufgelassenen Steinbruch – „Tiger Canyon“ nennen die Mönche den Ort. Vor einem Tross von gut 80 Touristen marschiert ein Mönch mit einem Tiger an der Leine, rund um ihn 10 WärterInnen in einem Kreis wie Leibwächter um einen russischen Magnaten. Unten in der Grube liegen schon 12 Tiger angekettet bereit zum Abenteuer. 1000 Baht muss man hier spenden um ein persönliches Foto mit einer der Großkatzen zu bekommen. Insgesamt 38 Tiger (Aussage eines Thai-Guides) gibt es im Tempel, wobei ich vorwiegend männliche Tiere ausmache. Ist das ein Zufall der Natur? Ich neige zur Vermutung, dass weibliche Tiere bei Verkauf einen besseren Preis erzielen.

Bitte Lächeln...
Bitte Lächeln…

Das Foto-Event beginnt mit einer Lautsprecheransage zu den Verhaltensregeln und Spendemöglichkeiten. Nahezu alle Touristen liefern die 22 Euro für Bilder mit einem lahmen (betäubten?) Tiger ab. Mir fehlen die Worte. Als ich mich wieder einigermaßen gefasst habe, beginne ich Reisende zu fragen, wie sie diesen Tempel sehen. Die Antworten sind weit gefächert: „gemischte Gefühle“ höre ich ebenso oft wie „Ein toller Ort!“. Ausgesprochen dagegen ist niemand und die meisten Befragten lassen mich unmissverständlich spüren, dass ich hier Fehl am Platz bin mit meiner tierliebenden Haltung. „Zoos gibt es auch in Europa“ , sagt ein Engländer zu mir, und „Wir genießen unsere Reise trotzdem“ kommt aus australischem Mund. Viel Spass dann also!

Betonspielwiese für die Abendshow
Betonspielwiese für die Abendshow

Während ich mit Leuten jeden Alters diskutiere, vernehme ich plötzlich lautes Gelächter in der Menschenmenge. Im Augenwinkel erkenne ich gerade noch, wie ein „professioneller“ Tigerbetreuer eine der lethargisch daliegenden Katzen am Schwanz in eine bessere Fotoposition zieht. Der Tiger wehrt sich nicht einmal. Meine Annahme, dass die Tiere irgendwie unter Drogeneinfluss stehen müssen, kann nicht so falsch ein. Wenn jemand das gleiche Ich-zieh-dich-am-Schwanz-Spiel mit seiner Hauskatze macht, wird er wahrscheinlich krankenhausreif gebissen. Mir reichts! Ich verlasse das Theater.

Wieder draußen vor dem Parkplatz angekommen, setze ich mich mit einer Automatendose Cola auf eine kleine Bank und lächele verzweifelt ein Ehepaar mittleren Alters neben mir an. „Was ist Ihre Meinung zu diesem Tiger-Tempel?“ frage ich noch ein letztes Mal; Hoffnung auf eine kritische Antwort habe ich nicht mehr. „Wir waren nicht drin…“ entgegnet mir der Herr, „ich halte nichts von solchen Zoos, wo Tiere nur ausgenützt werden!“. Ich will es fast nicht glauben, aber es gibt doch ein bisschen Licht am Horizont des verantwortungsbewussten Tourismus. Jan und Rika sind Südafrikaner mit mehr als einem Quäntchen Tierliebe. Unser Gespräch vertieft sich so sehr, dass wir uns gleich für ein Treffen in Kambodscha, dort leben die beiden, verabreden. Im August werde ich ohnedies in Phnom Phen sein, wenn meine Mekongreise zu Ende geht. Jan und Rika, ihr habt meinen Tag im Tiger-Tempel gerettet!

Jämmerliches Dasein
Jämmerliches Dasein

Wer sich noch weiter kritisch mit dem Tiger-Tempel auseinandersetzen will, sollte sich diese Webseite ansehen: www.careforthewild.org
Ein vollständiger Report berichtet über illegale Aktivitäten im Hintergrund der Touristenfasade.
Hier ist auch noch die Homepage-Adresse des Tiger-Tempels. Es soll sich jeder seine eigene Meinung bilden… www.tigertemple.org
Und hier gehts zu mehr Bildern aus dem Tigergefängnis: Tiger Prison

TEMPLE TIGERS (English version)

Temple Tigers (13 June 2009)

Finally I managed to escape the city. 13o kilometers from Bangkok, life is different; tranquility without the exhaust fumes of millions of cars. Wonderful! I have decided to take a break to visit my daughter and continue with the planning of my upcoming Mekong River journey. I know the River Kwae region and Kanchanaburi province well, as I have spent over 10 years of my life here. I enjoy the place without stressing myself with sightseeing or the nuisance of noisy bamboo-walled guest houses. I already know all the tourist highlights around Kanchanaburi, a city of 50,000 inhabitants. There is the famous bridge across the River Kwae, accompanied by museums, remote caves, waterfalls, national parks and more. Kanchanaburi offers a lot to visitors.

And, there is the “Tiger Temple”, which I haven’t paid any attention to in all those years. Almost a decade ago monks started to look after tiger cubs whose mothers were allegedly shot dead by poachers.  Meritorious, if true. I am a skeptical person, though. With the outbreak of the tiger-euphoria, tourists reported enthusiastically how the monks of this remote temple devotionally cared for the animals. No entrance fees were charged in the early days, just a reminder to donate some money. Not much was asked for – 100 Baht, 2-3 Euro, so that the tigers could enjoy chicken, pork and beef bones rather than just rice. Well, that’s what a tiger is dreaming of.

Initially there were just a few young tigers. They were joined by freely roaming deer and other small mammal species; not for the tiger’s daily menu, though. The tigers wouldn’t have had any clue anyway how to chase, kill and feast on life animals. So, it all started as a neat little temple zoo with lovely deer, orphaned tiger cubs and monks as keepers. Western tourist and travel writers immediately saw the perfect alternative to big city concrete zoos. The Tiger Temple became the synonym for the ultimate love of animals. Out there in the real wild poachers were lurking, and kids with their sling shots, whom innocent doggies feared more than tourists would fear snakes. I had to see this idyllic place by myself, even though I was skeptical, or, just because I was so skeptical…

500 Baht, the equivalent to 12 Euro, have to be paid now as the basic donation. The picture has changed. The parking lot at the main entrance is crowded with tourist minivans from Kanchanaburi and Bangkok. The air is sultry.

“No red, pink or orange clothes! No professional video cameras! No shorts! No sleeveless shirts!” is written on several announcement boards. Tiger or no tiger – it’s a temple and tourists have to dress accordingly. If you happen to be dressed up in a wrong fashion, you are forced to buy courteous clothes. Those can be purchased, of course, right there next to the cashier’s booth for prices that exceed the regular deal by 300%. I tried to hide my disapproval while I just grab a glimpse of more details on laminated paper:

  • Tiger adventure: 4 hours including breakfast with monks and tigers. Price: a hefty 100 Euro per person.
  • Tiger cub feeding: 45 minutes including a baby bottle… 33 Euro per person.
  • Tiger evening program: including tiger fight, tiger play and photo shooting. Cheap for 22 Euro per person.

I wonder if the tigers enjoy that just as much as their visitors. I am not so convinced. Maybe they do; at least it’s better than being chained up and dragged at the tail into photo-position. I will find out later that this tail-dragging practice is part of the tourist attraction at the regular afternoon photo-session.

On my way through the vast temple grounds a smiling gardener directs me towards the Tiger-Photo-Casting in an abandoned quarry – the monks call the place “Tiger Canyon”. The landscape – barren, the temperature – beyond 40°C. In front of a baggage of some 80 tourists, an elderly monk leads a tiger on a leash, surrounded by 10 guards just like a Russian magnate with his bodyguards. Down in the quarry 12 other tigers are already chained up for the adventure. 1000 Baht (25 Euro) have to be donated nowadays for a personal picture with one of the cats. According to a Thai tour guide there are some 38 tigers at the temple. I can only make out male animals; is that a natural coincidence?? I tend to believe that female animals fetch a better selling price on the wildlife market.

The photo event starts with an announcement regarding rules of conduct and donation procedures. Nearly all of the participating tourists deliver the 1000 Baht for a picture with one of the lame (or drugged?) tigers. I am utterly stunned. As I recover from my first shock, I start asking people about their opinions and feelings. I receive a wide mixture of replies. I hear “mixed feelings” just as often as “a great place”. No one, though, really opposes the place and most of the interviewed tourists unmistakably let me know that I am out of place with my animal loving attitude. “You find zoos in Europe, too” says an Englishman to me, and “We enjoy our journey regardless of what happens here” comes from an Australian traveler. Well, enjoy it then!

Just as I chat to tourists I pick up the loud laughter of the whole crowd behind me. I can only get a short glimpse of a “professional” keeper as he dragged one of the lethargic tigers at the tail into a better photo position. The animal did not even react. My feeling that the tiger must be drugged in some way cannot be so far off the track. If you do the same drag-your-tail game with you pussycat at home, you likely end up scratched and bitten to your bones.

I have enough of the show! I leave the “theatre”.

Back at the parking lot I buy a can of coke, sit down and look at an elderly couple. “What’s your opinion about this Tiger Temple”, I desperately ask for a last time, not really expecting a critical answer. “We did not go in.”, said the gentleman, “I don’t like zoos where animals are just exploited.” I can barely believe that there are actually some travelers out there who think and travel with a more responsible attitude. Jan and Rika from South Afrika – you made my day.

More critical Information about the Tiger Temple at: www.careforthewild.org

Mönche spielen mit bei der Ausbeutung der Tiger
Mönche actively participate in the exploitation of the tigers
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4 Kommentare zu „Freie Wildbahn im Tempel

  1. Sehr interessant finde ich die Tatsache, dass zwei ehemalige britische Volontäre des Tiger Temples auf der Startseite Ihrer Webseite http://www.tigertemple.co.uk nun kritisch Hinterfragen, was denn mit den inzwischen Millionen von US-Dollars geschehen ist, die eigentlich für das Projekt „Tiger Island“ gesammelt wurden. Dort wird vorgerechnet, dass die Einnahmen durch Eintrittsgelder jährlich ca. 890.000,- USD betragen. Die tatsächlichen Einnahmen dürften weit höher sein. Da neben den regulären Eintrittspreis ja auch die von Armin bereits geschilderten „specials“ wie Foto mit den Tigern, Baden mit den Tiger usw. hinzukommen. Nicht zu vernachlässigen sind auch die „Spenden“ der Fernsehsender für die Erstellung von TV-Dokumentationen. So müssen TV-Produzenten bereits ca. 20.000,- THB pro Tag berappen. Dieser Preis beinhaltet allerdings nur, das Aufstellten und Mitfilmen der „Tiger Prozession“. Sollte eine Szene wiederholt werden müssen, weil sie beim ersten Mal nicht im Kasten ist, so kostet das natürlich extra. Genauso wie ein Interview oder das neu positionieren der Katzen für die Kamera. Des Weiteren werden im Tiger Tempel auch Souvenirs wie T-Shirts, Bücher u. v. m. verkauft und fliesen ebenfalls „den Tigern zugute“. So dürfen sich die jährlichen Einnahmen des Tiger Tempels weit über 1 Mio. Euro belaufen.

    Ich selbst verfolge dem Treiben im Tiger Tempel nun seit mehr als 8 Jahren und war der Sache gegenüber mit gemischten Gefühlen eingestellt. Als die Eintrittspreise sich scheinbar jährlich verdoppelten und der Fortschritt beim Bau des Tiger Island Projekt trotz der hohen Einnahmen durch Spenden, Eintrittspreisen etc. einfach nicht vorankommen wollte riet (und rate) ich Besuchern meiner Webseite http://www.Kanchanaburi-info.com den Besuch dieses Tempels ab. Inzwischen ist auch Wikipedia nicht mehr ganz so blauäugig wie noch vor einem Jahr. Denn früher wurden kritische Stimmen auf ihrer Seite http://en.wikipedia.org/wiki/Tiger_Temple einfach kurzerhand wider gelöscht. Wer sich die Mühe macht einfach mal in der History des Artikels zu blättern wird u. a. auch auf folgenden Bericht eines ehemaligen Volontärs stoßen [der wie bereits erwähnt kurze Zeit später wieder aus Wikipedia verschwunden ist – allerdings nicht spurlos 😉 ]:

    “Before reading this article please read the following. I worked at this place for a period of time. The animals are incredibly abused. The tigers are beaten with chains, planks of wood, garden hoes and anything else around. One very sad moment i witnessed was when I was hosing out a beautiful tiger called „Hanfa“ enclosure or should i say cage. He was in there with me and having a great time playing with the water and mucking around with me, i then had to use a squeegy mop to get the water out. Well Hanfa thought that was fantastic and was playing and biting it etc, and obviously he is so strong he actually got the end of the squeegy off. Well he thought that was great and i was trying to get it back off him, he suddenly looked up at me and the most horrible thing happened. This 220kg tiger cringed and cowered and backed away from me, as i was holding the stick part of the squeegy. It was terrible to see this, I put the stick down and comforted him and he settled but never took his eyes off the stick. I asked about this and was told he has been beaten since a cub and is terrified.
    The tigers are locked inside cement floor cages with iron bars probably twice their body length for 20hrs per day, there is no enrichment, no nothing. One of the tigers Phayru is dying a terrible death from kidney failure, he just lays there and defecates over himself, no painkillers no antibiotics. There tigers food is boiled and a huge amount of salt added. As cats cannot process salt, I asked why they were adding it, the answer „Tastes better“. 😦 There is a desperate need for veterinary care, when the so called vet is around I have no idea where this person has got his education, I could pick up a bum off the street and get the tigers the same treatment. It is a terrible crime.
    There was a lovely female tiger who had two female cubs, they had been raised by two volunteers and were happy and healthy. In the middle of the night the two female cubs disappeared, and two 2 week old male cubs arrived. They were kept in a griller type cage in the 42 degree temperature, no food, no comfort. We tried desperately to get permission to comfort them and feed them, but only after one of them died were we allowed to. This cub was so stressed it was heartbreaking. The cage was about the size of a large bbq and we were locked in there with the cub for 5 hours, they pretended to loose the key. The other thing was that the cub was placed exactly outside the cage that the mother who had just lost her two female cubs. She was grieving, roaring constantly and angry, she wanted to kill the cub as this is there instinct. The cub was in a terrible state hearing this roaring, we comforted him as much as possible and fed him, but when we had to go to the toilet and we were not let back in to the little one. I don’t know if this one will survive.
    When the tigers are brought down to the canyon at 1pm – 4pm they are made to pose in one position the entire time, if they happen to stretch or move they are hit and whipped. They are not allowed to swim although there is a big water fall and pond right there. The boys who work there, and i do call them boys as none are over the age of 19, the youngest is 14, torment and kick the tigers constantly. One of the other girls who worked with me told me of one of the tigers breaking its chain and lunged to kill the one that tormented and tortured him the most, it took about 15 people to stop the tiger, but then the tiger was taken a way and beaten until it was bleeding.
    The temple has a huge amount of money dedicated to it, and it is supposed to soley go towards building this new outdoor tiger enclosure, but there is no sign of this going towards the tigers benefits, what is certainly being built is a platform alter for religious purposes.
    There are other animals on the grounds that are in disgusting conditions, it is shocking. It was a futile effort to try and introduce any kind of enrichment program for the tigers as there was a great deal of animosity towards „white women“ as we were called.
    I filmed what I could and got some good footage. The entire tiger temple is a lie, the website and all its promotion of kindness to animals is a lie. This was the worst case of tiger and animal abuse I have seen. I don’t care how different they think about animals, this is just plain and absolute abuse.
    As I videoed as much as i could I will endeavour to put photographs up on my website to show you the torture and devastation of these magnificent creatures.”

    Dass die Tiger unter Drogen stehen, glaube ich persönlich nicht. Meiner Meinung nach werden Sie so stark beeinflusst, dass ihnen jegliches Selbstvertrauen genommen wird und sie sich nicht mehr ihrer Natur entsprechend verhalten. Es wird ihnen Urin von dominanteren Tigern ins Gesicht gespritzt – was in der Tigerwelt als extrem dominante und aggressive Geste gewertet wird. Wie Armin bereits erwähnt hat, gibt es von Care for the Wild einen Bericht über das Treiben im Tiger Tempel. Hier ist der Link zum PDF in englischer Sprache: http://www.careforthewild.com/files/TigerTemplereport08_final_v11.pdf. Dort wird u. a. auch berichtet, dass der Tiger Tempel illegal mit ihren Tigern handelt. Es wird davon gesprochen, wie Augenzeugen beobachtet haben, dass neue Tiger in den Tempel gebracht und andere spurlos verschwunden sind – quasi im Austausch. Auffällig war, dass die neuen jüngeren Tiere die gleichen Namen erhielten, wie die dafür getauschten Tiere.

    Jetzt hoffe ich alledem mit meinem Kommentar, die Lust auf Thailand und speziell auf Kanchanaburi nicht verdorben zu haben. Kanchanaburi ist eine tolle Gegend und es gibt viel mehr zu sehen als den Tiger Tempel und die Brücke am Kwai. Wer die Augen offen hält und aufgeschlossen ist und sich die Mühe macht von den ausgetretenen Touristenpfaden abzuweichen, kann speziell hier viel Erleben und unvergessene Eindrücke sammeln. Mehr Infos zu Kanchanaburi auf meiner bereits erwähnten Webseite http://www.Kanchanaburi-info.com/de/

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